Braukunst Live 2015

 

Auch dieses Jahr habe ich mich mit meiner besseren Hälfte wieder auf den Weg nach München gemacht. Auf dem Plan stand unser zweiter Besuch auf DER Biermesse in Deutschland.Erster Unterschied zum letzten Jahr: Dieses Jahr verzichteten wir auf unser Auto und traten die Reise mit der deutschen Bahn an. Eigentlich ganz praktisch, denn so kann ich diese Zeilen hier schon während der Rückfahrt verfassen.

Dozent Markus Sailer - amtierender deutscher Meister der Biersommeliers und Geschäftsführer bei Bukanter

 Schon im Vorfeld hatten wir uns auf der Homepage des Veranstalters (http://www.braukunst-live.com) über die sogenannten Masterclasses informiert. Das sind Vorträge, bei denen ca. eine dreiviertel Stunde lang, von einem Fachmann für das jeweilige Thema referiert wird. Unsere Masterclass sollte gleich die erste an diesem Samstag sein. Es ging um das Thema: Das passende Glas zum passenden Bier. Referent war Markus Sailer der aktuelle deutsche Meister der Biersommeliers und Geschäftsführer von Bukanter.

die fünf verschiedenen Verkostungsgläser

Es wurden fünf verschiedene Gläser getestet: Ein 0,5 Liter Willibecher, die auf der Braukunst-Live verwendeten Teku-Pokale von Rastal (das sind auch die Gläser, die ich bei meinen Verkostungen verwende), ein Allround-Verkostungsglas von der Firma Schott-Zwiesel, das IPA Glas der Firma Spiegelau, und das Stout Glas von Spiegelau. Ausgeschenkt wurden vier verschiedene Biere: Das Schönramer Pils ( Goldmedalliengewinner beim World Beer Cup), ein Weizenbier, das Schönramer IPA und das P.Orter von Braukraft.

 

Bis auf wenige Ausnahmen war man sich im Publikum einig, das grade das IPA und das Porter Bier aus den speziell dafür entwickelten Gläsern von Spiegelau am besten schmeckte. Also nicht nur schmeckte, sondern das Gesamtpaket war einfach am stimmigsten. Die Aromen, die gerade in diesen Gläsern besonders gut zur Geltung kamen und bspw. die Riffelung im unteren Teil des IPA Glases, die dafür sorgt, das das Bier quasi immer wieder „aufgeschüttelt“ wird und sich so die Aromen immer wieder aufs neue entfalten.

 

An dieser Stelle möchte ich noch kurz hinzufügen, das jeder zwar pro Bier eine Flasche zur Verfügung gestellt bekam, es aber natürlich für den weiteren Verlauf des Tages nicht gerade förderlich gewesen wäre, wenn man auch jede Flasche ausgetrunken hätte. So blieb es dann beim nippen...na gut meine Liebe zu IPA`s ist ja hinlänglich bekannt...das Schönramer IPA hab ich dann doch ausgetrunken. ;-)

Danach hieß es dann wieder Chips einkaufen. Alles beim alten, 20 Chips für 10 €. Die meisten Biere ( 0,1 Liter im Verkostungsglas) gibt es dann für einen oder zwei Chips. Ganz besonders aufwendig gestaltete Biere ( z.B. Holzfassgelagerte Biere) können dann auch mal mit drei Chips zu Buche schlagen.

Stand Crew Republic

Und wie auch im vergangenen Jahr war man von der Auswahl der Biere völlig erschlagen. Viele Brauereien, die speziell Ihre Biere ausgeschenkt haben ( oft auch extra für die BKL gebraute Spezialsude) aber auch viele Bierimporteure/Händler, die dann Biere aus aller Welt an den Mann/die Frau brachten. Hier jetzt aufzuzählen, welche Biere ich alle probiert habe würde wohl etwas den Rahmen sprengen.

Stand Schönramer

Erwähnenswert waren auf jeden Fall das Schönramer Imperial Stout, welches im Sherry Fass gelagert wurde.

Stand Riegele

Das Ballast Point Sculpin Grapefruit aus Amerika, welches unglaublich fruchtig schmeckte. Da wünscht man sich den Sommer herbei! Das Fuller´s Vintage Ale. Ein Bier mit Flaschengärung. Durch die in der Flasche enthaltene Hefe entwickelt dieses Bier im Laufe der Jahre einen immer neuen Geschmack. Ich durfte die Jahrgänge 2013 und 2014 miteinander vergleichen und selbst in diesem einen Jahr hat sich das Bier in Farbe (wenig), Geruch (schon mehr) und Geschmack (deutlich) verändert. Unglaublich spannend was wohl passiert, wenn man ein solches Bier wirklich mal 10 Jahre im Keller lagert! Aber wie gesagt, das sind nur Beispiele für etliche andere Biere, die ich probieren durfte und die mich mal mehr, mal weniger geflasht haben.

Schwer in Mode sind derzeit wohl die sogenannten Collabrews. Das sind Biere, die von zwei, oder noch mehr Brauern gemeinsam eingebraut werden. Sehr schön beobachten konnte man dieses am gemeinsamen Stand von der Kehrwieder Kreativbrauerei Hamburg und BrauKunstKeller aus dem Odenwald. Angeboten wurde hier beispielsweise der Senatsbock. Ein nach alter Tradition gebrauter Bock aus Hamburg. Hier haben sich gleich fünf Brauereien aus Hamburg zusammengetan, um diesen Bock einzubrauen.

Oliver Wesseloh - Chef und Braumeister bei der Kehrwieder Kreativbrauerei - und meine Wenigkeit

Die Idee für ein anderes hier angebotenes Bier entstand letztes Jahr auf der BKL. Der Veranstalter der BKL, Frank Böer versprach den Brauern, die ihm im nächsten Jahr nicht schon wieder das nächste neue IPA, sondern mal etwas ganz Neues bringen würden, den Erlass der Standmiete. Daraufhin setzten sich Oliver Wesseloh ( Kehrwieder) und Alexander Himburg (BrauKunstKeller) zusammen, und die Wahl fiel auf einen alten Berliner Bierstil, der leider inzwischen (fast) in Vergessenheit geraten ist. Das Moll! Ein „Rauchbier im Stile des Köpenicker Molls“. Dezent rauchig, ein bisschen sauer, und veredelt mit getoasteten Maulbeerchips. Mission complete!

Thomas Wachno (der Hopfenstopfer) und ich

 Was sich im Vergleich zu letztem Jahr verändert hat, ist dass wir als Händler jetzt schon zu einigen Brauern und anderen Händlern Kontakt hatten. Wenn auch nur telefonisch oder per E-Mail. Und jetzt konnte man sich endlich mal persönlich etwas näher kennenlernen. Und auch hier wieder die Bestätigung, das die Leute aus der Bierbranche ein durchweg sympatisches Völkchen sind. So verging bei dem einen oder anderen Schwätzchen die Zeit wie im Fluge und eh man sich versah ging ein Mann mit Glocke durch die Halle, der dann leider die letzte Schankrunde einläutete. Gemessen an der Anzahl der Biere, die wir dann zwischen 14:00 Uhr und 22:00 Uhr probiert hatten, vielleicht dann auch der richtige Zeitpunkt um Servus zu sagen...also Servus bis nächstes Jahr!

Fazit:

 

Ich kann jedem, der Interesse an außergewöhnlichen Bieren hat, einen Besuch auf der Braukunst Live nur wärmstens ans Herz legen. Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Ob man jetzt eher traditionelle Biere bevorzugt, sich auf verrückte und exotisch schmeckende Biere einlässt, oder mal ein Bier probieren möchte, welches in Sherry-, Whiskey- oder Weinfässern gereift ist. Dort kommt wirklich jeder auf seine Kosten!

Hier findet Ihr mich:

Getränke-Oase  Schönhold

Alter Uentroper Weg 68
59071 Hamm

Tel.: +49 2381 8764500

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